Burgos, Spanien

Kathedrale von Burgos

Bild: Wikimedia Commons

Pilger auf dem Jakobsweg kommen über den Hügel nach Burgos und sehen sie sofort: eine Kathedrale aus durchbrochenem Stein, die Zwillingstürme wie Spitze durchlöchert, 1221 von König Ferdinand III. und Bischof Mauricio begonnen und noch drei Jahrhunderte weitergebaut. Drinnen krönt den Vierungsraum der Cimborrio, ein achtzackiges Sterngewölbe aus filigranen Rippen, das das Licht geradewegs ins Herz der Kirche gießt, und unter diesem Licht ruhen Rodrigo Díaz de Vivar, der Cid, und seine Frau Jimena, lange nach ihrem Tod hierhergebracht. Die Goldene Treppe steigt an einer Wand empor, für die sie erdacht wurde, die achteckige Konnetabelkapelle birgt ihre Stifter in Carrara-Marmor unter einem weiteren Stern aus Stein, und das Chorgestühl ist mit ernsten wie spöttischen Szenen geschnitzt. Hoch an der Langhauswand öffnet ein Uhrwerkmännchen namens Papamoscas, der Fliegenschnäpper, den Mund und schlägt die Stunde, zur Freude der Kinder darunter. Als erste spanische Kathedrale für sich allein von der UNESCO eingetragen, bleibt Burgos vor allem eine Pilgerkirche.

Adresse
Pl. Sta. María, s/n, 09003 Burgos, Spain

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