Altötting, Deutschland

Gnadenkapelle Altötting

Bild: Wikimedia Commons

Mitten auf einem großen Platz in Bayern steht eine winzige achteckige Kapelle, um das Jahr 660 erbaut und das älteste Marienheiligtum Deutschlands. 1489 ertrank ein dreijähriger Junge im nahen Bach; seine Mutter trug den Leib in die dunkle kleine Kapelle, legte ihn vor das geschnitzte Bild der Jungfrau und betete mit den herbeigeeilten Nachbarn, bis das Kind ins Leben zurückkehrte. Seit jenem Tag ist Altötting das Herz Bayerns: Die Schwarze Muttergottes, eine kleine Lindenholzmadonna, von Jahrhunderten Kerzenrauch gedunkelt, steht in Gold gekleidet inmitten eines silbernen Waldes von Votivgaben, der gedeckte Umgang draußen ist mit gemalten Danktafeln tapeziert, und silberne Urnen an den Wänden bergen die Herzen der bayerischen Könige, Maria im Tod geschenkt. Der heilige Konrad von Parzham hütete hier vierzig Jahre lang die Pforte des Kapuzinerklosters und öffnete auf jedes Läuten, als stünde Christus davor. Johannes Paul II. kam 1980; Benedikt XVI., wenige Kilometer entfernt geboren und seit Kindertagen Pilger dieses Ortes, kehrte 2006 als Papst zurück. Eine halbe Million Pilger kommt noch immer jedes Jahr, viele den ganzen Weg zu Fuß.

Adresse
Kapellpl., 84503 Altötting, Germany

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